Die Dinge so akzeptieren wie sie sind

Wie wir bestimmte Hindernisse oder Prinzipien überwinden können, um dorthin zu gelangen, wo wir sein wollen.
Eine Minute Lesezeit. Veröffentlicht 2019-01-13.

Wir sollten uns nicht wünschen, dass die Dinge anders wären als sie sind: Es wird nichts daran ändern, dass sie gerade so sind, es wird nichts an ihnen ändern wenn wir uns über sie lustig machen, sie verteufeln, oder sie gar ignorieren. Wir müssen uns der Realität stellen, und die Dinge so akzeptieren, wie sie nunmal sind.

Wir können Bürokratie hassen, allerdings gibt es selten einen Weg an ihr vorbei—es sei denn, man lebt in Russland und hat viel Geld um Leute zu bestechen. Dann könnten wir uns über Korruption in Russland beschweren, nur wird es wieder keinen großen Weg daran vorbei geben als zu akzeptieren, dass es sie gibt. Wir könnten uns darüber beschweren, wie hinterlistig Frauen oder oberflächlich Männer sind, oder wir können uns die Mühe machen zu verstehen, wie und warum Frauen etwas anders sind als Männer und umgekehrt, und herausfinden, wie wir besser mit ihnen umgehen. Wir könnten die Tatsache hassen, dass uns bestimmte Essgewohnheiten fett machen. Wenn wir allerdings dünn sein wollen, müssen wir uns die Mühe machen eine gesunde Ernährung zu erlernen. Und so weiter und so fort.

Die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind bedeutet nicht, dass wir die Dinge einfach so akzeptieren, hinnehmen und ertragen müssen wie sie sind, und niemals versuchen sollten, sie zu ändern. Es geht darum zu akzeptieren, dass wir lernen müssen, wie wir bestimmte Hindernisse oder Prinzipien überwinden, um dorthin zu gelangen, wo wir sein wollen. Wir möchten vielleicht in einem System leben, in dem wir kein Geld benötigen um für unsere grundlegenden menschliche Bedürfnisse zu bezahlen; bis das allerdings so ist, müssen wir uns der Realität stellen und Wege finden etwas Geld zu verdienen. Und wir können uns für ein anderes Wirtschaftssystem einsetzen.

Die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind ist deshalb kein Aufruf zur Passivität. Es ist ein Aufruf, dass wir uns nicht darüber beschweren, was und wie die Dinge sind, sondern einen guten Blick darauf zu werfen, was und wie die Dinge sind, wie wir mit ihnen umgehen, und sie oder uns dann zu ändern.