Jetzt, bald, später

Jetzt, bald, später

Ist es jetzt für uns gut, oder bald, oder später?
Eine Minute Lesezeit. Veröffentlicht 2018-12-20.

Ich liebe es essen zu gehen. Ich schätze gute Küche und die Vielfalt, die es auf dieser Welt gibt, und zum Glück mag und esse ich nahezu alles. Ich gehe auch nie alleine essen, und mit die besten Gespräche, die ich überhaupt hatte, waren beim Essen oder bei einem Kaffee.

Wenn ich also ans Essen denke, denke ich an das, was damit einher geht, und viele wunderschöne und eben nicht so schöne Dinge im Leben finden sich als Spiegelbild am Tisch. Zeit, diese Metapher aufzugreifen und ans Essen an sich zu denken.

Und wie und was Essen mit uns tut, lässt sich in drei zeitlichen Rahmen abstecken: Ob es jetzt gut für uns ist, ob es in naher Zukunft gut für uns ist, und ob es langfristig gut für uns ist—jetzt, bald, später. Oder wenn wir es psychologisch betrachten wollen und an Belohnungsaufschub denken: die sofortige Belohnung und die verzögerte Belohnung, wobei es sich für uns lohnt die verzögerte Belohnung in mittelfristige Belohnung und langfristige Belohnung zu unterteilen.

Was ist die sofortige Belohnung und Auswirkung, wenn es um Essen geht? Die reine Freude das Essen zu essen, die Textur vom Essen zu genießen, das Gefühl in unserem Mund, das Aroma, und wie das Essen in unseren Magen wandert.

Was ist die mittelfristige Belohnung und Auswirkung? Wie es unseren Zustand beeinflusst; unseren Gefühlszustand, und unsere körperliche Energie.

Was ist die langfristige Belohnung und Auswirkung? Wie es sich auf den Rest unseres Lebens auswirkt.

Und wenn wir uns vor jedem Essen 30 Sekunden lang überlegen, was die kurzfristigen, die mittelfristigen, und die langfristigen Auswirkungen sind, dann werden sich unsere Essgewohnheiten drastisch verändern:

Denn was unmittelbar so unglaublich gut schmeckt wie der Schokoladenaufstrich aus dem Schokoladenladen, die Pizza vom Lieblingsitaliener oder gleich das hausgemachte Eis dazu—was passiert nach ein paar Stunden? Wie steht es um unseren Energiehaushalt? Wo steht unser Insulinspiegel, und wie sehr beeinflusst uns der Kohlenhydratabsturz mental? Und was passiert langfristig, wenn wir das jahrelang jeden Tag machen? Schlechte Nachrichten: Übergewicht, schlechte Haut, beschissene Verdauung, überhaupt schlechte Gesundheit, und wir bekommen wahrscheinlich die meisten eigenartigen Krankheiten, die der Mensch kennt.

Wir können uns allerdings angewöhnen, dass, bevor wir essen oder uns unser Körper uns mitteilt, dass wir langsam etwas essen sollten, das als Signal nehmen und uns überlegen sollten: Was sind die kurzfristigen Auswirkungen, was die mittelfristigen, und was die langfristigen? Was ist, wenn wir diese gute ausgewogene Mischung aus Kohlehydraten, Proteinen und Fett essen? Und das Essen nicht in Chemikalien getunkt ist? Und gute Nährwerte hat?

Vielleicht schmeckt das Essen nicht so gut wie der Burger am Nachbartisch, und vielleicht haben wir die nächsten 10 Minuten nicht so viel Spaß beim Essen. Aber dafür sind wir in ein paar Stunden geistig fit, weil wir die richtige Menge gegessen haben, und fühlen uns gut, und haben einen ausgewogenen Energiehaushalt.

Und wenn wir in fünf Jahren aufwachen, dann sind wir gesund.

Wenn wir uns vorm Essen daran halten? Was passieren wird ist, dass wir andere Entscheidungen treffen. Jedesmal. Und das nicht nur beim Essen.