Rationale Entscheidungen treffen

Wenn du rationale Entscheidungen treffen willst, musst du versuchen zu beweisen, dass du selbst falsch liegst.

Eine Minute Lesezeit. Veröffentlicht am 16. September 2016.

Wenn du rationale Entscheidungen treffen willst, muss du versuchen zu beweisen, dass du selbst falsch liegst.

Die meisten Menschen denken, dass „rational sein“ bedeutet, dass man Recht hat oder richtig liegt, dass man Experte oder sich seiner Sache sicher sei. Allerdings ist rational sein kein Ergebnis, es ist ein Prozess. Wissenschaft ist im Wesentlichen dieser Prozess in formalisierter Form, der dafür sorgt, dass es immer schwerer wird, Ergebnisse zu fälschen und es einfacher macht Fehler zu entdecken. Du musst allerdings nicht all diese Schritte gehen, wenn die einzige Person, die du überzeugen möchtest, du selbst bist.

Dabei muss du dir keinen Strohmann überlegen, und solltest nicht annehmen, dass der erste Instinkt der beste ist, und solltest erst recht nicht daran festhalten, dass du unbedingt Recht hast. Der Prozess ist entscheidend.

Stattdessen solltest du dir überlegen, was das stärkste Argument gegen die eigene Überzeugung ist. Und falls das nicht funktioniert, solltest du dir das nächstbeste überlegen. Und wieder. Jeder Fehler sollte gefunden werden, und wenn einer gefunden wird, muss er eliminiert werden, und der gesamte Prozess mit dem wiederholt werden, was noch übrig ist.

Du bist darauf programmiert, dir selbst zu sehr zu vertrauen, um bei deiner ersten Entscheidungen zu bleiben, und zu denken, dass deine eigenen Ideen die besten sind. Und deshalb musst du versuchen, deinen Verstand damit auszutricksen, in dem du dir die andere Seite des Arguments überlegst, und so deine Ideen besser zu machen.