Die virale Lizenz

In: Leitideen
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Ich mag die Idee der Creative Commons—so sehr, dass ich viele meine Inhalte unter ihr veröffentliche.

Als ich über die verschiedenen Iterationen meiner Website–Designs schrieb1 und sie dabei der Allgemeinheit überließ, aber da genauso schon über die Probleme von Design–“Diebstählen“ nachdachte und dabei an mein aktuelles Design vor Augenhatte (dass ich wenigstens eine Zeit lang nur bei mir sehen wollte), machte ich mir Gedanken darüber, wie das unter einen Hut zu bringen sei.

Wenn der Kampf gegen Plagiate ohnehin ein Spiel ist, dass man niemals gewinnen kann, warum die Auseinandersetzung dann nicht kreativ angehen?

Die Idee

Die wäre wie folgt: Du magst mein Design? Großartig! Nimm es. Aber mit einem Haken. Du musst es verändern.

Und nicht darfst, wie die Creative Commons Sampling License2 es vorschlägt.

Ein Entwurf für eine „virale Lizenz“

Der Text basiert auf der Creative Commons Sampling Plus:

Sie müssen:
Das Werk durch Sampling, Mash-Ups oder andere kreative Techniken für kommerzielle oder nicht-kommerzielle Zwecke umarbeiten.

Sie dürfen:
Das Werk öffentlich zeigen, wiedergeben und vorführen und hiervon für nicht-kommerzielle Zwecke Vervielfältigungen anfertigen und verbreiten (bsp. File-Sharing oder nicht-kommerzielles Web-Casting).

Zu den folgenden Bedingungen:
Sie müssen den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.

Teile dieser Lizenz sollten analog zu bestehenden CC–Lizenzen verändert werden können: Vielleicht sind modifizierte Werke erlaubt, aber keine kommerziellen Derivate. Außerdem wäre es schön, dass wenn Werke unter der selben Lizenz weiter gegeben werden, eine nachvollziehbare Kette/Liste von Autoren und Editoren mit gepflegt werden würde, um sich so den Werdegang anzusehen.

Probleme

  • Natürlich wird es auch immer Menschen geben, denen auch das egal sein wird, und sowieso machen was sie wollen, und so tun, als wäre die so entstandene Arbeit ihre eigene.
  • Es könnte mitunter schwer werden zu definieren, was „Veränderung“ bedeutet, auch wenn das vielleicht in der Lizenz exemplarisch aufgegegriffen werden könnte.

Wenn das irgendwie rechtlich haltbar ist, würde ich viele meiner Werke und Inhalte unter diese „virale Lizenz“ stellen. Was meinst du? Wäre das möglich? Hast du Vorschläge oder Ideen? Kritik? Kontaktiere mich!

  1. Nachtrag 05.03.2013: Der Artikel ist nicht mehr online. 

  2. Nachtrag 05.03.2013: Dieser Lizenz–Typ wird bei Creative Commons mittlerweile nicht mehr gepflegt.