Der letzte Eindruck ist so wichtig wie der erste

In: Menschen, Vorgehen
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Vor kurzem unterhielt ich mich mit Tim darüber, wie Erwartungen geweckt werden wenn Versprechen vermittelt und gehalten werden wollen.

Dabei fiel dieser Satz:

Nicht nur für den ersten Eindruck gibt es nur eine Chance—auch für den letzten hat man nur eine.

Was bedeutet das?

Der erste Eindruck bestimmt grundlegend das Gefühl während der Zeit mit dieser Person (oder auch mit einer Sache), die den Eindruck vermittelt hat.

Der letzte Eindruck ist aber der, der dieses Gefühl danach, also in unseren Erinnerungen, festigt—oder es relativiert, und so für einen gemischten Eindruck sorgen kann.

Wer höflich und interessiert auftritt, aber bei der Verabschiedung unhöflich oder unaufmerksam handelt, wird den guten Eindruck bis dahin spätestens nach dem Auseinandergehen wahrscheinlich in Frage stellen.

Wenn der Hotelgast in der sauberen Lobby freundlich und aufmerksam empfangen wird, und ihm beim Auschecken neben einer freundlichen Verabschiedung noch alles Gute für die Geburtstagsfeier am Wochenende gewünscht wird, dann hat das Hotel seinen familiären und gastfreundschaftlichen Anspruch nicht nur für den Aufenthalt bewiesen, sondern mit Sicherheit auch genau diesen Gesamteindruck hinterlassen.

Unter Menschen: Woran denkt man bei jemanden, den man auf einer Party getroffen hat—nach der Party?

Manchmal findet sich das Versprechen auch in den Details. Der letzte Eindruck bei einem Bewerbungsgespräch können die sauberen oder schmutzigen Hacken an den Schuhen sein.

Im Idealfall sind der erste und der letzte Eindruck also gleich—und ein Versprechen wird gehalten.

Randnotizen