Eigendynamik von Begriffen von Tim A. Bohlen

In: Vorgehen
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Während ich soeben die Webseite unserer Agentur MINDACT CONTENT aktualisiere, wird mir wieder die Eigendynamik von Begriffen klar. Marketing, Public Relations, Werbung, soziale Medien. Ohne Kategorienbegriffe ist ein Zurechtkommen im Alltag ohne Frage nicht denkbar. Fraglich ist jedoch, ob wir uns von Kategorien nicht manchmal einlullen lassen, den Status Quo als gegeben hinnehmen und damit nicht die bestmögliche Arbeit leisten können.

Dabei muss man (wir) vielleicht gar nicht Kategorien als Ganzes aufgeben, sondern erkennen, wie sich die Welt verändert und neue Definitionen finden. Die Aufteilung der Unternehmenskommunikation nach Marketing und PR ergibt heute doch gar keinen Sinn mehr. Die Grenzen sind wenigstens verschwommen, zumeist schon komplett aufgelöst. Wer will und kann da Verantwortung übernehmen, wer will und wer kann?

Vielleicht ergibt es da Sinn, Medien nach der Art, wie sie Menschen erreichen, zu definieren: PESO – paid, earned, shared und owned. Bezahle ich für Reichweite wie in der Werbung? Muss ich sie mir verdienen durch gute und relevante Inhalte? Müssen meine Inhalte so attraktiv sein, dass Menschen sie durch Like, Teilen oder Kommentieren wertschätzen? Und was ist mit den Medien, über die das Unternehmen die Hoheit besitzt, wie die eigene Webseite. Wenn ich schon das Sagen habe, hole ich dann das Beste raus?