Strategisch denken

In: Menschen, Vorgehen
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Strategie ist nichts, was nur für Schlachtfelder oder für Konzerne gedacht und gemacht ist. Strategie ist auch für uns in unseren Leben das wichtigste Werkzeug um unsere Agenden durchzusetzen und unsere Ziele zu erreichen.

Denn auch wenn wir uns bereits an To-Do-Listen abarbeiten und uns produktiv sehen: Verhalten alleine führt nicht zum Erfolg. Fast alle Menschen haben Probleme mit etwas, meistens jeden Tag.

Die Menschen, die wirklich erfolgreich sind, sind die, die dabei strategisch denken und handeln. Wenn wir fleißig und ambitioniert sind, und trotzdem scheitern, liegt das oft am fehlenden Verständnis dafür Strategie zu erlernen.

Strategie hilft uns schon ganz allgemein dabei, uns über unsere Ziele im Klaren zu werden, die Welt und uns bewusst darin wahrzunehmen und in und mit ihr klar zu kommen:

Für unsere Ziele müssen wir uns ehrlich fragen, wo wir in fünf Jahren sein wollen, in fünf Monaten, oder auch in fünf Tagen. Dazu kommen wir im besten Sinne nicht mehr darum umher, die Welt mit einem Sinn und Ziel im Kopf zu betrachten. Und ganz praktisch bedeutet das, dass wir dafür lernen müssen, mit einer sich ständig ändernden Welt klar zu kommen, und die Änderungen zu unserem Vorteil zu nutzen.

In etwas trockener formuliert: Strategisches Denken ist das Setzen von Zielen und dem Entwickeln von flexiblen Langzeitplänen um diese Ziele zu erreichen. Diese Pläne basieren auf einer sorgfältigen Analyse des externen und internen Umfelds.

Was genau macht strategisches Denken aus?

Eckpfeiler des strategischen Denkens

Für strategisches Denken gibt es sieben Eckpfeiler, die unserer Strategie einen Rahmen geben und sie mit den notwendigen Inhalten füllen.

Absicht: Es ist ein „ultimatives“ Denken erforderlich, um an alle möglichen Ausgänge von Plänen zu denken—und sich zu überlegen, welche Schritte dafür notwendig sind. Und es ist die bewusste Entscheidung nötig, keine zufälligen Kämpfe auszutragen, da sie zu nichts führen. Die Frage für uns: Was wollen wir?

Analyse und Sammeln von Informationen: Die SWOT-Analyse hilft uns dabei, uns und unsere Ideen auf dem „Schlachtfeld“ zu präsentieren: Wie wir zu unseren Stärken in einem Umfeld finden, dem wir im besten Fall egal sind, und das im schlechtesten Fall gegen uns arbeitet. Unser Umfeld ist dabei nie statisch, und unsere Wettbewerber schlafen nicht. Dazu müssen wir in unserer Selbstverwirklichung vorbereitet sein.

Vorbereiten der Ressourcen: Unsere Ressourcen müssen jederzeit flexibel eingesetzt werden können. Unser Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie gut wir vorbereitet sind und den Zugang zu unseren Ressourcen gewährleisten. Dafür ist ein ständiges Training und Disziplin im Umgang mit ihnen notwendig, und das wir wissen müssen, welche für uns lebensnotwendig sind.

Konzentration des Kraftaufwandes: Ergebnisse und Durchbrüche erreichen wir dort, worauf wir unseren Kraftaufwand konzentrieren. Strategie ist auch ein Ansatz, um einen Schwachpunkt zu finden durch den wir durcharbeiten können. Wir alle haben nur begrenzte Ressourcen, und sollten uns auf die Dinge konzentrieren, die Erfolg versprechen.

Anpassungsfähigkeit: Strategie bedeutet nicht, sich auf die eine Sache einzuschießen und dann damit zu leben. Strategie bedeutet anpassungsfähig zu sein. Unser Umfeld ändert sich ständig, und wir müssen in der Lage sein, unsere Pläne anzupassen und so flexibel zu bleiben.

Diszipliniertes ausführen und detailliertes taktisches durchführen: Wenn wir einen Plan haben müssen wir ihn ausführen. Dabei muss uns nur klar sein, dass nicht nur kein sondern auch ein schlechter Plan zur Katastrophe führt. Allerdings gilt schon im Umkehrschluss was George S. Patton sagte: „Ein guter Plan vehement ausgeführt ist besser als ein perfekter Plan, den wir nächste Woche ausführen.“ Dafür müssen wir immer wieder daran arbeiten Pläne auszuführen.

Studieren von allgemeinen Prinzipien: Prinzipien sind das, was uns Gestalt beim Denken gibt. Wir können sie für Jahre kennen, ohne sie je angewandt oder bewusst gelernt zu haben. Deshalb müssen wir aufpassen, nicht nach einer schnellen Lösung zu suchen, sondern nach einem tiefen Verständnis für die wesentlichen Prinzipien im Leben zu suchen. Sobald wir sie erkennen, müssen wir sie untereinander verbinden und sie immer wieder reflektieren.

Strategische Beschränkungen

Wie in einem militärischen oder wirtschaftlichen Kontext gibt es allerdings diverse strategische Beschränkungen, die uns daran hindern unsere Ziele strategisch zu verfolgen. Wenn wir sie vorab kennen, können wir sie ein- und umplanen.

Diese Beschränkungen finden wir dabei in der Regel bei uns und in unserem unmittelbaren Umfeld: Wenn wir uns zum Beispiel mit den falschen Freunden umgeben, für große Firmen und Konzerne arbeiten oder alle Schritte der Karriereleiter nehmen um etwas zu erreichen. Oder unsere Lebensumstände behindern uns, wie eine zu frühe Heirat, oder wenn wir zu jung Kinder bekommen haben.

Und mit einem kritischen Blick auf uns selbst sollten wir immer wieder reflektieren, ob wir vielleicht doch erwarten etwas zu bekommen ohne dafür etwas leisten zu wollen, oder ob wir vielleicht schlicht zu geizig sind, um uns Bücher, Online-Kurse oder Seminare zu kaufen und zu buchen, die uns dabei helfen weiter zu kommen.

Denn letztlich: Die Welt ist voller Konkurrenten, die größten definieren wir uns aber durch uns selbst.