Wie man rationale Entscheidungen trifft

In: Menschen, Vorgehen
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Wenn man rationale Entscheidungen treffen will, muss man versuchen zu beweisen, dass man selbst falsch liegt.

Die meisten Menschen denken, dass „rational sein“ bedeutet, dass man Recht hat oder richtig liegt, dass man Experte oder sich seiner Sache sicher sei. Allerdings ist rational sein kein Ergebnis, es ist ein Prozess. Wissenschaft ist im Wesentlichen dieser Prozess in formalisierter Form, der dafür sorgt, dass es immer schwerer wird, Ergebnisse zu fälschen und es einfacher macht Fehler zu entdecken. Man muss allerdings nicht all diese Schritte gehen, wenn die einzige Person, die man überzeugen möchte, man selbst ist.

Dabei muss man sich keinen Strohmann überlegen, und sollte nicht annehmen, dass der erste Instinkt der beste ist, und sollte erst recht nicht daran festhalten, dass man unbedingt Recht hat. Der Prozess ist entscheidend.

Stattdessen sollte man sich überlegen, was das stärkste Argument gegen die eigene Überzeugung ist. Und falls das nicht funktioniert, sollte man sich das nächstbeste überlegen. Und wieder. Jeder Fehler sollte gefunden werden, und wenn einer gefunden wird, muss er eliminiert werden, und der gesamte Prozess mit dem wiederholt werden, was noch übrig ist.

Wir sind darauf programmiert, uns selbst zu sehr zu vertrauen, um bei unseren ersten Entscheidungen zu bleiben, und zu denken, dass unsere eigenen Ideen die besten sind. Und deshalb müssen wir versuchen, unseren Verstand damit auszutricksen, in dem wir die andere Seite des Arguments überlegen, und so unsere Ideen besser zu machen.